Coaching mit Michael Sicher

Mag. Michael Sicher, MSc
+43 650 6742437, ta.retiewrehcis@hcaoc

Coaching
für Eltern körperbehinderter Kinder

„Wenn Sie nicht mehr können, dann geben Sie ihn ins Heim”, wurde meiner Mutter einmal geraten.

Jetzt lebe ich selbstbestimmt und unterstütze Sie aus Überzeugung dabei, dass es mit Ihrem Kind sicher gut weitergeht.

Was belastet Sie?

Ich brauche Ihnen Nichts über alltägliche Herausforderungen und Sorgen erzählen. Sie kennen sie alle. Tag für Tag geben Sie Ihr Bestes, kümmern sich um Ihr Kind und andere – doch meist zuletzt um sich selbst.

Im Coaching stehen Sie und Ihre persönlichen Bedürfnisse im Mittelpunkt, damit Sie entlastet werden und Vertrauen in eine gute Zukunft für Ihr Kind haben.

Sorgen Sie sich um die Zukunft?

Sind das Kind und Sie selbst noch jünger, glauben – oder hoffen – Sie, dass alles immer so weitergehen wird. Krank werden geht nicht. Aber auch Eltern werden älter. Es geht nicht mehr so wie früher. Es kommt die Zeit, in der Sie Unterstützung brauchen.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich den Alltag zu erleichtern? Wie können Sie schon jetzt die Zukunft gestalten, damit Ihr Kind gut leben kann, wenn Sie nicht mehr so für es da sein können wie jetzt?

Wird Ihnen manchmal alles zu viel?

Es gibt Zeiten, in denen Ihnen alles zu viel wird. Sie haben immer gekämpft und nun schwinden Ihre Kräfte. Trotzdem müssen Sie weiter „funktionieren” und für Ihr Kind da sein. Meist rund um die Uhr, ohne Auszeit für sich selbst.

Welche Möglichkeiten gibt es, mehr auf sich selbst zu achten? Wie können Sie sich zumindest kleine Auszeiten schaffen und trotzdem beruhigt sein, dass Ihr Kind gut versorgt ist?

Fühlen Sie sich allein gelassen?

Ein Kind mit Behinderung groß zu ziehen ist eine große Verantwortung, Freude, aber auch wahnsinnig herausfordernd und anstrengend. Oft fühlt man sich dabei allein oder in Stich gelassen. Sei es von Behörden, Freunden, vom eigenen Partner oder Partnerin. Besonders als AlleinerzieherIn.

Was bedrückt Sie? Worüber möchten Sie offen sprechen ohne gleich lauter „gute Ratschläge” zu bekommen? Was brennt Ihnen auf der Seele?

Wie geht es weiter?

Ich kenne selbst Herausforderungen und Zukunftsängste von Eltern und behinderten Kindern. Früher oder später taucht die Frage auf, wie es einmal weiter geht.

Durch meine persönlichen Erfahrungen und fundierten Ausbildungen zum Systemischen Coach und Dipl. Lebens- und Sozialberater begleite und unterstütze ich Sie sehr gerne professionell, um praktikable Lösungen zu finden.

Nach der Schule?

In der Schulzeit läuft, abgesehen vom Bedarf an Betreuung in den Ferien, soweit alles geregelt ab. Gegen Ende der Pflichtschule stellt sich die Frage, wie es danach weiter geht. Außerdem werden Bedürfnisse und Sehnsüchte nach Nähe, Partnerschaft und Sexualität zum Thema.

Gibt es Möglichkeiten für Ihr Kind zu studieren oder zu arbeiten? Wie findet es einen Job? Wie bekommt Ihr Kind die erforderliche Unterstützung im Alltag nach der Schule?

Persönliche Assistenz?

Selbstbestimmtes Leben braucht persönliche Assistenz. Unterstützung bei Tätigkeiten, die Sie Ihrem Kind nicht auf Dauer im ganzen Ausmaß bieten können. Andere Menschen übernehmen mehr und mehr Ihre Tätigkeiten.

Wie kommt Ihr Kind zu persönlicher Assistenz? Wie kommen Sie damit zurecht, weniger tun zu können oder zu müssen? Haben Sie das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden? Wie gehen Sie damit um, dass zusätzlich fremde Menschen für Ihr Kind da sind?

Eigene Wohnung?

Eine eigene Wohnung ist eine Basis für ein selbstbestimmtes Leben. Die geeignete barrierefreie und leistbare Wohnung zu finden, ist eine große Aufgabe. Aber wenn Ihr Kind von zuhause auszieht, geht es auch um Sie.

Trauen Sie Ihrem Kind zu, in seiner eigenen Wohnung zu leben und möchten Sie es dabei unterstützen? Wie geht es Ihnen mit dem Gedanken, dass Ihr Kind ausziehen wird? Brauchen Sie eine neue „Aufgabe” für Ihre neu gewonnene Freizeit?

Innere Ruhe durch Coaching mit Michael Sicher

Innere Ruhe durch wertschätzendes Coaching

Coaching-Kompetenz mit Lebenserfahrung

Wenn Sie einer Belastung oder Stress ausgesetzt sind, fällt es Ihnen schwer, selbst eine Lösung zu finden. Ihre Gedanken drehen sich im Kreis. Durch Coaching bekommen Sie den Kopf frei für neue Perspektiven. In einem sicheren Rahmen entwickeln Sie eine gute und praktikable Lösung, die Sie gut umsetzen werden.

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, was ein Leben mit Behinderung für einen selbst und Angehörige bedeutet. Zusätzlich konnte ich von anderen Betroffenen lernen, welchen Herausforderungen sie gegenüberstanden und welche Lösungen sie dafür entwickelt haben.

Ich bin für Sie da. In vertraulichen Gesprächen bekommen Sie mein Feedback, ich frage nach und unterstütze Sie dabei, Ihre Kräfte optimal für die Umsetzung einer Lösung zu nutzen. Damit der Druck von Ihnen abfällt und es für Sie und Ihr Kind gut weiter geht.

Mag. Michael Sicher, MSc

Als Führungskraft habe ich meine Leidenschaft dafür entdeckt, Menschen als Coach zu unterstützen. Nach meinen Wirtschaftsinformatik-Studium habe ich daher 2003 meine umfangreiche Coaching-Ausbildung begonnen, die ich 2007 abgeschlossen habe:

  • Systemischer Trainer und Coach
  • Dipl. Lebens- und Sozialberater
  • Dipl. Aufstellungsleiter
  • Master of Science „Executive Management mit Vertiefung Coaching”
  • Mediator

Vor allem ist es mir persönlich wichtig, dass Menschen mit einer Behinderung ihr Potenzial nutzen um ihren eigenen Weg zu gehen. Daher habe ich mehrere Jahre eine Peergroup für sie geleitet und mit „CEOs on Wheels” dazu beigetragen, ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern und Unternehmen auf ihre Kompetenz aufmerksam zu machen.

Coaching-Termin anfragen

Coach Michael Sicher

Rufen Sie mich an oder mailen Sie mir – ich freue mich!

Ablauf und Rahmenbedingungen

Bei Ihrem ersten Termin beginnen wir, nach einem kurzen Kennenlernen und Klärung eventuell offener Fragen, mit Ihrem Coaching. Damit können Sie sich einen ersten Eindruck machen und schon etwas mitnehmen. Anschließend können Sie in Ruhe entscheiden, ob wir gemeinsam daran arbeiten wollen, dass es sicher gut weitergeht.

In einer Coaching-Einheit arbeiten wir 50 Minuten persönlich (im 16. Bezirk) oder (derzeit vorwiegend) per Videokonferenz. Auch Doppel-Einheiten (100 Minuten) sind möglich.

Die Kosten für eine Coaching-Einheit betragen € 90 (inkl. USt.). Wenn Sie zu zweit (mit PartnerIn und/oder Ihrem Kind gemeinsam) kommen möchten, € 120 (inkl. USt.).
Für Eltern mit nachweislich geringem Haushaltseinkommen biete ich ein Kontingent an Coaching-Einheiten zu ermäßigten Tarifen an.

Zwei Schritte zu Ihrem Coaching

Derzeit beträgt die Wartezeit für einen Ersttermin ca. drei Wochen. In Notfällen bemühe ich mich, Ihnen einen kurzfristigen Termin zu geben.

Michael Sicher, Ihr Coach, persönlich

Ich bin 1973 in Wien geboren. Das ist schon eine Weile her. Vor allem wenn man bedenkt, dass meine „Diagnose” mir gerade einmal Zeit bis zum Schulstart gab. Rückblickend war sie offensichtlich falsch. Meine Mutter wurde Alleinerzieherin und schleppte mich täglich, ohne Aufzug, in den vierten Stock. Meine Kindheit, in der es den Begriff „Barrierefreiheit” noch nicht einmal gab, habe ich durchwegs positiv und unbeschwert in Erinnerung. In der vierten Klasse Volksschule bekam ich meinen heiß ersehnten ersten E-Rollstuhl. Meine erste große Freiheit. Dann folgte die Hauptschule. Beides übrigens Sonderschulen und eine durchwegs solide Basis für meine zwei Studienabschlüsse.

Mein frühes Interesse für Computer zog mich zwar in Richtung HTL, aber ich besuchte dann doch eine, wie man heute sagen würde, „integrative” HAK. Da meine Mutter immer arbeiten ging, kam ich schon früh mit Heimhilfen und, in den Ferien, mit Studenten in Kontakt. Quasi persönliche Assistenz von damals. Nach der Schule wurde es komplizierter. Wie geht es jetzt weiter? Wer unterstützt mich tagsüber? (Wo) kann ich arbeiten? In einer „geheimen Mission” habe ich an der Universität Wien Wirtschaftsinformatik inskribiert und zuhause stolz meinen Studentenausweis präsentiert. Doch schon bald nach dem Studienbeginn wollte ich arbeiten und mein eigenes Geld verdienen.

Zunächst arbeitete ich ehrenamtlich. Aber bald konnte ich mit meinen Fähigkeiten punkten und es wurde schon bald zu einem zu einem bezahlten Job. Nichts währt ewig und, wie es im Leben manchmal der Fall ist, hatte ich Glück und bekam ein tolles und unwiderstehliches Job-Angebot. Und so kam es, dass ich mit 27 eine IT-Abteilung mit bis zu 30 Mitarbeitern eines angesagten Internet-Unternehmens leitete. Die Aufgabe war spannender – und einträglicher – als das Studium, das ich zwischenzeitlich „etwas” vernachlässigte. Aber auch damals gab es schon Unternehmenspleiten und somit war es an der Zeit mein Studium zu beenden.

Bald darauf machte ich mich erneut auf Jobsuche, die sich diesmal schwieriger gestaltete. Zeit um mein Studium abzuschließen. Schließlich war meine Suche erfolgreich und es folgten einige Jahre interessanter Aufgaben. Währenddessen beschloss ich, meine Coaching-Ausbildung zu beginnen um danach meine eigene Coaching-Praxis für Unternehmer und Führungskräfte zu eröffnen.

Privat begannen mein Abenteuer Wohnungssuche und die ersten Schritte im Leben mit persönlicher Assistenz. Mit all seinen Höhen und Tiefen sowie Freiheiten und Herausforderungen. Auch die Wirkung meiner Behinderung auf Frauen habe ich, sozusagen, weiter und genauer „erforscht”.

Als Trainer und Coach bekam ich auch Anfragen bezüglich MitarbeiterInnen oder KundenInnen mit Behinderung. Daraufhin habe ich für Menschen ohne Behinderung „Die andere Seite – Ein Erfahrungs-Workshop im Rollstuhl” entwickelt, der ihnen einen Perspektivenwechsel ermöglicht um Unsicherheiten in der Begegnung mit Menschen mit Behinderung zu nehmen. Seit Jahren halte ich ihn für Universitäten und Unternehmen.

Auch wenn ich das Glück hatte mehrmals zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, wusste ich wie schwierig es für Menschen mit Behinderung ist, einen Job zu finden um ihr eigenes Geld zu verdienen. Zu viele Unternehmen haben leider noch immer eine absurde Haltung gegenüber MitarbeiterInnen mit Behinderung und übersehen ihr Potenzial. Ich wollte daran etwas ändern und habe „CEOs on Wheels” ins Leben gerufen. Das medienwirksame Mentoringprogramm für Menschen im Rollstuhl half Unternehmen die Unsicherheit gegenüber „Behinderung” zu nehmen. Daraus entstanden nicht nur Praxisplätze, sondern auch Anstellungen. Darauf folgte die Gründung von HIGH ROLLERS, dem „Verein zur Kommunikation der Leistungsfähigkeit von Menschen im Rollstuhl”, dessen Präsident ich bis zu seiner freiwilligen Auflösung 2018 war.

Zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Coach und Dipl. Lebens- und Sozialberater, habe ich mit roomchooser.com eine Plattform gegründet, um einfach geeignete barrierefreie Hotelzimmer zu finden. Doch das ist eine andere Geschichte.

Was ich bisher in meinem Leben getan und erreicht habe, basiert auch auf einigen weniger schönen Erlebnissen, die mir meine Behinderung (durch andere) mehr als deutlich gemacht, aber mir oft die Kraft gegeben haben, einen Weg zu meinem Ziel zu finden. In mein selbstbestimmtes Leben.